Begriffsbestimmung
Hallo! Sie haben noch keine Vorstellung, was "Medienjournalismus" eigentlich ist? Oder möchten Sie den Unterschied zwischen "Medienjournalismus" und "Medien-PR" wissen? Nun - probieren wir es zunächst einmal mit einer trockenen Definition:
"Medienjournalismus" thematisiert die "Medien" oder
die Medien betreffende Sachverhalte, Ereignisse,
Entwicklungen, Voraussetzungen usw.
"Medien-PR" dagegen ist die Selbstdarstellung von
Medienunternehmen in ihren eigenen Medien.
|
Aha, "Medienjournalismus" ist also ein Fachjournalismus, der sich fundiert mit 'den Medien' beschäftigt - im Gegensatz zur "Medien-PR".
Und genau mit diesem Fachjournalismus beschäftigt sich diese Website, indem wir versuchen, alle Medienjournalismus-Angebote im deutschsprachigen Teil des WWW aufzulisten.
Doch warum braucht es dann so eine Website wie diese hier? Rüdiger Strauch schreibt in seiner Seminararbeit
"Medienangebote und ihre medienkritische Betrachtung innerhalb der Printmedien; Funktionen, Bedingungen und Möglichkeiten":
Fast muß man es als eine der ungeschriebenen Gesetzmäßigkeiten des Journalistenberufes betrachten, daß Journalisten nicht oder nur selten über Ihresgleichen schreiben, gar über die Qualität mancher Arbeit urteilen oder die Veröffentlichungen von Kollegen oder Konkurrenz einer kritischen Betrachtung unterziehen. In eigener Sache tun sich Journalisten erwiesenermaßen schwer: Kritik der Konkurrenz kann allzu leicht als Schlechtmachen mißverstanden werden, Anerkennung für die publizistische Tätigkeit anderer läßt oft zu schnell den Vorwurf der Kumpanei aufkommen.
Nur vergleichsweise dünn sind demnach die Möglichkeiten der Rezipienten gesät, Artikel in Zeitungen und Zeitschriften vorzufinden, die sich selbstkritisch mit der Arbeit und den Vorgehensweisen der Journalisten auseinandersetzen. Medienseiten schließlich, auf denen journalistische Themen eine kritische Aufarbeitung erfahren, sucht man in einigen Publikationen immer noch vergebens. Doch wie ernst Medienkritik genommen werden muß, beweist die Tatsache, daß Printmedien immer häufiger den Medien ein eigenes Ressort zuweisen; so folgte erst Anfang diesen Jahres die Frankfurter Allgemeine Zeitung dem Vorbild von Süddeutscher Zeitung, Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung oder Focus und hob eine eigene Medienseite ins Blatt.
Nicht zuletzt auch sie soll nach dem Willen der Redakteure dem Leser Hilfestellung bei dem schwierigen Unterfangen leisten, sich im schier undurchdringbaren Dschungel der Medienangebote zurechtzufinden. Jene Orientierungsfunktion, die der Medienkritik unter anderen zugedacht wird, erscheint im Zeitalter der fortschreitenden Individualisierung und Ausdifferenzierung von Gesellschaft und Mediensystem von immer wichtigerer Bedeutung.
Vor dem Hintergrund dieser starken Wandlungen der Mediengesellschaft ist gleichwohl auch die Medienkritik gezwungen, sich den Gegebenheiten anzupassen. Auch sie muß, um den Erwartungen, die an sie gestellt werden, gerecht zu werden, ihr Erscheinungsbild ändern.
Wie und ob die Medienkritik der bundesdeutschen Printmedien genau jene Erwartungen erfüllen kann, in welcher Form Medienkritik den Rezipienten begegnet und welchen Funktionen und Bedingungen, aber auch Möglichkeiten sich die Medienkritik ausgesetzt sieht, ist Gegenstand und Frage dieser Untersuchung.
Zitiert aus
http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/kop/556.html
Eine andere Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Thema
"Das Potenzial des Medienjournalismus als Infrastruktur zur journalistischen Qualitätssicherung ". In seiner Einleitung schreibt Michel Wenzler:
Immer wieder wird den Medien vorgeworfen, sie seien zu wenig selbstkritisch. Offensichtlich fällt dies gerade jener Instanz schwer, die in anderen Belangen mit Kritik nicht zurückhält. Nicht zu Unrecht stellt Russ-Mohl (1994: 224) fest: "Die sogenannte vierte Gewalt entzieht sich öffentlicher Kritik und Kontrolle weit mehr als die drei klassischen staatlichen Gewalten. (...) Glasnost in eigener Sache ist auch heute, unter den Bedingungen verschärften intermedialen und auch internationalen Wettbewerbs grösser werdender Medienkonzerne, noch keine Stärke des Journalismus." Allerdings hat inzwischen ein zögerlicher Lernprozess in Richtung Offenheit und Transparenz begonnen, der in Europa zwar noch nicht so weit fortgeschritten ist wie in den USA, aber immerhin einmal angerollt ist. (Russ-Mohl 1994: 226)
Die beste Möglichkeit zu einer Selbstreflexion bietet dabei der Medienjournalismus. Dabei drängt sich die Frage auf, wie gut die Medienkritik funktioniert. Welche Möglichkeiten hat sie, auf journalistische Qualität Einfluss zu nehmen? Der nachfolgende Beitrag versucht einen Überblick über das Potenzial des Medienjournalismus zu geben.
Zitiert aus
http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/koj/19793.html
Die Anfänge des "Medienjournalismus" sowie Bewegründe zur Erstellung ihrer Arbeit
"Medienjournalistische Goldgräber" gesucht! Ergebnisse einer Inhaltsanalyse ausgewählter Printtitel beschreibt Daniele Pickl in der Einleitung, hier ein kleiner Auszug:
Schon zu Beginn der achtziger Jahre wurden Medienkritik und Medienjournalismus nicht selten als "journalistische Goldklumpen" bezeichnet (Wildermuth, 20). Die wenigsten Printmedien indes haben den Wert dieser Goldklumpen damals auch erkannt, weshalb eine empirische Studie noch 1989 zu dem vernichtenden Urteil kommen musste, dass es in deutschen Zeitungsredaktionen "keinen Trend zur Entwicklung von Medienressorts" gebe (Bendlin, 179).
Doch nicht nur der Journalismus, der sich mit den Medien beschäftigt, auch die Forschung zum Medienjournalismus steckte bis vor wenigen Jahren noch in ihren Kinderschuhen (Ruß-Mohl 1998, 176), haben doch Publizistik- und Kommunikationswissenschaft den Goldklumpen Medienjournalismus über lange Zeit hinweg mehr als stiefmütterlich behandelt und ihn damit geradezu verschenkt (Jakob, 16). Am Beginn eines neuen Jahrhunderts aber ist nicht nur in den Redaktionen, sondern auch an den Universitäten in punkto Medienjournalismus eine gewisse "Goldgräberstimmung" zu spüren.
Wenn nun der Berliner Publizistik-Professor Stephan Ruß-Mohl dieses gestiegene "Ausmaß kommunikationswissenschaftlicher Neugier" auf den Umstand zurückführt, dass "Medienjournalismus Journalismus ist, der sich zwar nicht ausschließlich, aber doch überwiegend mit dem Mediensystem und damit mit sich selbst beschäftigt" (Ruß-Mohl 1997, 194), so bringt er damit zugleich das Motiv für eine Diplomarbeit auf den Punkt, die im Wintersemester 1998/1999 bei Prof. Dr. Walter Hömberg am Lehrstuhl Journalistik I der Katholischen Universität Eichstätt entstanden ist. Eben jener kritische Blick auf den eigenen Berufsstand - die Konflikte und Probleme, aber auch die Potenziale, die sich daraus ergeben - war für mich ausschlaggebend, sich im Rahmen meiner Abschlussarbeit mit dem Thema Medienjournalismus zu beschäftigen und danach zu fragen, wie es an der Schwelle zu einem neuen Millenium um den Medienjournalismus in Deutschland bestellt ist.
Für die inhaltsanalytische Untersuchung des medienjournalistischen Ist-Zustands eignen sich besonders die fünf überregionalen deutschen Tageszeitungen, da sie im Gegensatz zu den meisten Regional- und Lokalzeitungen zum Großteil schon als Trendsetter, zumindest aber als Vorreiter im deutschen Medienjournalismus gelten, und das nicht nur in quantitativer, sondern vor allem auch in qualitativer Hinsicht. Ein Exkurs in Richtung Wochenpresse sollte mit den beiden Nachrichtenmagazinen "Focus" und "Spiegel" sowie mit der Wochenzeitung "Die Woche" das Bild des aktuellen deutschen Medienjournalismus abrunden.
In einem zweiten Schritt werden über diese beiden empirischen Momentaufnahmen aus dem Jahre 1998 hinaus anhand der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) die Entwicklungslinien der Medienberichterstattung für die vergangenen 15 Jahre exemplarisch nachgezeichnet. Dieser Blick auf die ersten "medienjournalistischen Gehversuche" sollte helfen, den Zustand des aktuellen Medienjournalismus im Vergleich zu seinen Vorläuferinnen, der Fernseh- sowie der Medienkritik, besser beurteilen zu können: Verkörperte die Fernsehkritik nach den Worten von Karl-Otto Saur einst lediglich jene "Mischung aus Information, Unterhaltung, Meinungsmache, Eitelkeit, Dilletantismus, Ethik und Unzulänglichkeit" (Saur, 201), so war die Medienkritik für Mechthild Zschau bereits "das Mauerblümchen unter den Kritiken" (Zschau, 138) - wodurch hebt sich nun der aktuelle deutsche Medienjournalismus von seinen Vorläufern ab?
Zitiert aus
http://www.gep.de/medienethik/netze12c.htm
Soweit ein erster und kurzer Einblick. Wenn Sie sich detaillierter informieren wollen, besuchen Sie doch einfach die drei oben angegebenen Hyperlinks oder schicken Sie uns eine E-Mail
:-)
[zurück zum Anfang dieser Seite]